KPU

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Beitragvon Chris » Di Mär 09, 2010 9:15 pm

Im Archiv haben wir ja noch die alten Berichte über KPU. Getestet wird es über Urin und viele Borna-Borreliose-Pferde, die diesen Test gemacht hatten, hatten da erhöhte Indikan-Werte. Vielen kam das "spanisch" vor, dass auf einmal so viele Pferde KPU haben sollen - und so viele Menschen auch.

Jetzt habe ich mehr Kenntnisse darüber:
Der Indikanwert deutet nicht immer auf eine Stoffwechselkrankheit hin und wenn, dann zu 90% auf eine ererbte, die es nur sehr selten gibt - wir haben bei diesen hohen Werten häufig Darmdysbiosen (Pilzbefall,auch zerfallene Tumore), einen unvollständigen Abbau von Tryptophan, deshalb kombinierter Vit. B6 und Zinkmangel. Dies liegt meist an falscher Ernährung (zuviel Getreide, Luzerne,-wegen der Fuselalkohole)- stress, Viralen und bakteriellen Infektionen, sicher auch beim Pferd. Die besten Ergebnisse hier gibt es normalerweise, wenn man B6 und Zink hochdosiert zuführt (Magnesium, Mangan nicht vergessen).

Indikan – Aussagen über die Darmflora

Der Indikanwert im Urin erlaubt eine einfache und zuverlässige Beurteilung einer Bakterien-Fehlbesiedlung des Darmes (Dysbiose), des Eiweissabbaus oder eines lokalen Sauerstoffdefizits in Herden von fäulnisdurchsetztem Gewebe. Mit Hilfe des Indikan-Nachweises im Urin können bei erhöhter Ausscheidung Dysfunktionen der Darmflora diagnostiziert werden.

Das Vorkommen von Indikan weist immer auf einen unvollständigen Abbau der Aminosäure Tryptophan durch Mikroorganismen im Dünn- oder Dickdarm hin, Tryptophan wird dabei in Indol, Skatol und Tryptamin gespalten. Beim Vorliegen einer fäulniserregenden Darmflora oder bei besonders tryptophanreicher Ernährung (z.B. bei regelmässig starkem Fleischverzehr) entsteht soviel Indol, dass es nicht mehr nur ausgeschieden, sondern auch vermehrt rückresorbiert wird und über den Pfortaderkreislauf in die Leber gelangt. Eine weitere Quelle von zu hohen Indikanspiegeln ist vermehrter Tryptophanabbau durch Mikroorganismen im Darm aufgrund von erhöhten Blutphenylalaninwerten (Phenylketonurie). Bei dieser Abbaustörung der Aminosäure Phenylalanin steht mehr Tryptophan dem Stoffwechsel der Darmbakterien zur Verfügung, weil erhöhte Phenylalaninspiegel die Tryptophanresorption hemmen.

In der Leber wird Indol durch natürliche Entgiftungsprozesse oxidiert, mit Schwefelsäure oder Glukuronsäure verestert und im Urin als Indikan (Kaliumsalz der Indoxyl-Schwefelsäure) ausgeschieden. Auch wenn dieser Entgiftungsprozess ausfällt, kommt es im Serum und im Harn zu einem pathologischen Anstieg von Indoxyl, das nach seiner Umwandlung zu Indikan quantitativ und qualitativ nachgewiesen werden kann.

Indol entsteht vor allem als Tryptophanabbauprodukt bei chronischen Darmentzündungen (verursacht durch Proteus oder Clostridien), ferner bei Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen, z.B. Candida-Befall), Obstipation (Verstopfung), drohendem und komplettem Ileus (Darmverschluss), in hochgradig desoxybiotischem Gewebe und in zerfallenden Tumoren, in Zahn- und Mandelherden und bei perniziöser Anämie. Auch bei Nierenversagen (Urämie) und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen (z.B. Phenylketonurie) kann vermehrt Indikan im Urin nachgewiesen werden.

Eiweissfäulnisprodukte können als potentielle Karzinogene bzw. Kokarzinogene gelten. Deshalb kann der Indikannachweis auch als Verlaufsdiagnose bei Tumorerkrankungen einen Hinweis auf die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen geben, insbesondere was die Sauerstoffutilisation, die Ernährung des Kranken, den Stand der intestinalen Fehlbesiedlung und die Handhabung der Symbioselenkung betrifft.

Als normal gelten beim Menschen Indikanwerte bis 20 mg pro 24 Stunden-Urinmenge. Heutzutage wird die Indikanmenge meistens jedoch semi-quantitativ aus dem Spontanurin mit Hilfe des Obermayer-Reagens bestimmt. Normal ist eine Rosafärbung des Lösungsmittels (bis 20 mg Indikan/24h). Bei pathologisch erhöhtem Indikan verfärbt sich das Reagens bläulich und die Probe wird als schwach positiv, positiv oder stark positiv (tiefblaue Verfärbung) optisch bewertet.

Ein weiterer Hinweis auf gestörten Eiweiss-Stoffwechsel findet sich auch bei der sogenannten Pyrrolurie, einem kombinierten Vitamin B6- und Zinkmangel. Personen mit starker Indikan-Ausscheidung haben fast immer auch zu hohe Kryptopyrrol-Werte im Urin, weil bei ihnen auch die Vitamin B6-Resorption im Darm ungenügend ist. Das Umgekehrte ist jedoch selten der Fall. Schlechter Eiweissabbau verlangt also in sehr vielen Fällen nach zusätzlicher Vitamin B6-Einnahme, nebst einer vorausgehenden (!) Korrektur der ungenügenden Darmmilieuverhältnisse mittels sogenannter Probiotika (förderliche Bakterien mit gewissen Hilfsstoffen, z.B. Lactobacillen in Joghurts) oder evt. bestimmter Pflanzen-Tinkturen (Wermut, gelber Enzian, Bärlauch oder auch Kapuzinerkresse).

Warum aber haben nun die Pferde - und auch deren Besitzer - nun so oft einen unvollständiger Thryptophan Abbau? Das kann auch daran liegen, dass sie bornapositiv sind, da das Bornavirus eine Affinität zu den Salzen der Glutaminsäure hat und damit die Rezeptoren von Serotonin blockiert. Schliesslich ist Tryptophan die Vorstufe vom Seretonin.
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Re: KPU

Beitragvon Chris » Fr Okt 12, 2012 9:57 am

Kopie aus einem anderen Thread, der vollständigerweise hier reingehört:
Wie Jana und ich schon sagen - es ist meistens ein Symtom, keine Ursache - abgesehen von den seltenen Fällen, wo das eine vererbte Störung ist bei den Menschen. Es gibt aber keine Literatur, dass das auch bei Pferden passieren kann.
lies mal hier, ist zwar human, aber ist das gleiche oder ähnlich
http://www.symptome.ch/vbboard/kryptopy ... gehen.html
ein massiv gestörter Darm infolge von Pilzen, Mikroben, Parasiten etc und damit verbundene Stoffwechselstörungen und weil 80 % des Immunsystems im Darm sitzen, eben auch eines massiv geschwächten Immunsystems und damit auch das Vorhandensein der verschiedensten Erreger. Passt ja auch hervorragend zu deinen Beschreibungen bei deinem Pferd.
Es gilt also, die genannten Ursachen zu bekämpfen, dann verschwindet das KPU oder HPU wieder von selbst. Du bist ja schon auf diesem WEg mit dem BBT ;)
Natürlich sollte man auch die großen Defizite an Mineralien etc wieder auffüllen, die bei solchen Disharmonien verloren gehen, bei human empfehle ich das über http://www.synoveda.de/, nehme ich selbst auch, da man über die Nahrung allein diese fehlenden Mineralien niemals auffüllen kann. Beim Tier muß man dann entsprechende andere Lieferanten suchen.
So kann der ph-Wert beim Pferd ebenfalls zu sauer sein - wie beim Menschen auch. Es gibt auch da was für Pferde, heißt so ähnlich wie alkapop, muß mal im Keller schauen, da steht es noch rum.
So was passiert häufig , wenn Silage gefüttert wird, siehe dazu http://www.dr-susanne-weyrauch.de/silag ... C3%A4ulnis
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Re: KPU

Beitragvon Benedict » Mo Mär 21, 2016 9:17 am

Laut Erkenntnissen von Dr. KLINGHARDT steht die sogenantte KPU immer (!) in Verbindung mit Borrelien.

Mittels Bipolarem Bioresonanz-Test (BBT) können die Ursachen schnell geklärt und auch behandelt werden .

Der BBT erfasst ca. 400 mögliche Belastungsursachen , inclusive Bornaviren und Borrelien sowie auch GLYPHOSAT

Kontakt für Infopaket zum BBT-Verfahren und Behandlungsmöglichkeiten über info@grovo.de oder +49 152 33741987
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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