Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

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Linus
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Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Linus » Di Aug 10, 2010 10:46 am

Nachdem nun seit 01.07.2009 die Pflicht zur elektronischen Kennzeichnung für Pferde besteht, ist es mir etwas bange um die gesundheitliche Zukunft unserer Pferde. Nicht nur, dass tiermedizinische Laien diesen schmerzhaften Eingriff in den Bereich des Nackenbandes vornehmen dürfen, was große Schäden anrichten kann und dass der Chip wandern kann macht mir große Sorgen.
Der RFID-Transponder wird durch Antenne des Lesegerätes im Niedrigfrequenzbereich aktiviert, wodurch die Informationen mittels elektromagnetischer Wellen oder Funk übertragen werden und so der Code auf dem Lesegerät abgelesen werden kann.
In jedem Fall ist der Transponder ein Fremdkörper, Langzeituntersuchungen über Nebenwirkungen fehlen. Von Hundebesitzern wurde schon mehrfach über akute und chronische Schwellungen an der Implantationsstelle berichtet. Aus den USA, wo der Chip ja schon lange im Einsatz ist, liegen Berichte über Wesensveränderungen (von Apathie bis gesteigerter Aggressivität) an Hunden vor, die unmittelbar nach dem Entfernen des Chips ihr früheres Wesen zurückerhielten.
Laut Aussagen der Hersteller sendet der Mikrochip ja angeblich nur, wenn das Lesegerät darüber gehalten wird. Heutzutage sind aber alle unsere Tiere nahezu ständig von Strahlen umgeben, wie Sendemasten, Handys, Mobilfunkantennen, usw.
Meine Befürchtung ist, dass durch diese diversen Mikrowellen der Transponder ebenfalls (wenn auch nur über Millisekunden, aber das immer wieder) aktiviert werden kann und so unsere Tiere im eigenen Körper diesen Strahlen ausgesetzt sind. Dies würde meiner Ansicht nach auch die Wesenveränderungen o.g. Hunde erklären.
Wenn dies so wäre, würde in den nächsten Jahren vermutlich die Anzahl der Headshaker, die ja gewissermaßen besonders empfindlich auf elektromagnetische Belastungen reagieren, sprunghaft ansteigen.
Bitte haltet mich nicht für verrückt - aber ich möchte gerne erfahren, ob ihr die Bedenken teilt oder mich eines besseren belehrt, dass diese Gefahren ausgeschlossen werden können.

Jananorm

Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Jananorm » Di Aug 10, 2010 11:14 am

Sehr interessante Frage! Wär mal ein Thema für eine Doktorarbeit.

Chris
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Chris » Di Aug 10, 2010 11:59 am

ja sehr interessant und durchaus berechtigt! Willkommen bei uns im Forum Linus.
Bin selbst noch garnicht auf diese Zusammenhänge gekommen, wohl deshalb, weil mein Pferd schon 12 ist und kein Chip bekommen wird.
ABer seitdem ich ein Testprotokoll gelesen habe, was über Handystrahlen so alles ankommen kann und auch wohl aufmoduliert wird, finde ich diese Frage durchaus berechtigt.
Würde mal sagen, da sollte unser Strahlenexperte mal drauf antworten.
Auf jeden Fall denke ich, könnte man es über das BBT-Verfahren austesten, ob es Schaden anrichtet wenn ein Pferd so einen chip bereits hat, oder über einen Hund mit Chip.
Interessant auch die Reaktion, wenn ein Reiter mit seinem eigenen Handy kurz darüber beim Reiten telefoniert. :roll:

LG
Chris

Silvi
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Silvi » Di Aug 10, 2010 12:13 pm

Hey Linus,
ich selber habe einen Headshaker der mir den letzten Nerv raubt. Ich finde das sehr interessant. ich würde mein Pferd nicht mit einem Chip versehen. Es ist ja nachgewiesen, das Handystrahlen die BBB durchlässig machen. Ich habe neben meinen Pferden seither kein Handy mehr in derer Nähe.

Chris
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Chris » Di Aug 10, 2010 5:36 pm

Silvi, das ist nicht so einfach, dem zu entgehen, denn es ist jetzt eine gesetzliche Verordnung, siehe hier
http://www.chronische-infektion.de/view ... 631275dd4a
Ich habe gehört von meinem TA, dass sie für die Einhaltung sorgen sollen, das ist alles total unausgegoren.
Wenn es wirklich solche Probleme gibt wie von Linus angegeben, dann sollten die Pferdebesitzer dagegen gemeinsam auf die Barrikaden gehen!

Jananorm

Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Jananorm » Di Aug 10, 2010 8:26 pm

Für die Barrikaden braucht man dann aber irgendwelche wissenschaftlichen Nachweise / Studien sonst nimmt es keiner ernst. Könnte man sich da nicht auch mal an die großen Pferdfachzeitschriften wenden; wäre das nicht mal was für die zum Recherchieren?

Chris
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Chris » Mi Aug 11, 2010 7:46 am

ja sicher, man könnte es denen mal stecken - aber zuerst müßte man dazu schon etwas mehr haben.
Gibt es Links, wo man das über die Hunde lesen kann?

Silvi
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Silvi » Mi Aug 11, 2010 10:46 am

So viel ich jetzt verstanden habe, gilt das für Pferde die 2009 noch nicht registriert waren? Sunny und Rocky sind bereits beide mit Equidenpass eingetragen, somit würde dies für die Beiden entfallen?
Ich kann auch mal suchen, wenn Ihr wollt, ich arbeite bei einem Pferdetransporterhersteller und habe Kontate zum Reiterjournal, Bayerns Pferde und Reiterrevue. Da kann ich gerne nachfragen.

Chris
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Chris » Mi Aug 11, 2010 11:45 am

nein, wer einen Equidenpass hat, braucht das Ding nicht mehr. Es werden aber wohl keine neuen Equidenpässe mehr ausgestellt, wie ich das verstanden habe.
Wer jetzt nachträglich so was braucht für Transport oder so muß dann wohl den chip nehmen!

Linus
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Re: Mikrochip bei Pferden - Gefahr für Headshaker?

Beitrag von Linus » Mi Aug 11, 2010 3:16 pm

Den Equidenpass braucht man weiterhin. Der Heißbrand wird durch die elektronische Kennzeichnung ersetzt. Man kann aber derzeit zusätzlich zum Chip noch brennen lassen.
Alle Equiden, die nach dem 01.07.2009 geboren wurden müssen gechippt werden. Bei älteren Pferden reicht Heißbrand + Equidenpass auch weiterhin - ohne Chip. Nur wenn ein älteres Pferd noch KEINEN Equidenpass besitz, muss es zusätzlich gechippt werden, damit es den Pass ausgestellt bekommt.
Bin heilfroh, dass wir 2005 die Pferdezucht aufgegeben haben und wir unseren Fohlen das nicht antun mussten

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