Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

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Littlecriollo
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Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » Mi Okt 07, 2009 6:38 am

Da ich im Alten Forum kein Tagebuch o. ä. führte, will ich meinen Fall dann mal hier vorstellen ;) :D

Los gehts :shock: :

Ich kenne Aisha seit sie ca. 1 Jahr alt ist. Da kam sie in meinen damaligen Pensionsstall. Jetzt ist sie 13 Jahre alt.

3-jährig wurde sie eingeritten, danach aber nur noch selten geritten - mangels eines passenden Sattels.
Bis auf die Zeit des Einreitens lief sie immer barhuf. Zum einreiten ließen wir sie beschlagen :roll: (damals gehörte sie noch meinem ehemaligen LG)

Als sie 4,5 Jahre alt war kaufte ich sie ihm ab. 8-)
Mit passendem Sattel wurde sie zwar mehr, jedoch nicht sehr regelmäßig geritten.

Im Oktober/November 2003 zog Aisha mit in einen anderen Stall, da ich umzog.
Sie lebte schon immer in Offenstallhaltung.
Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Entwurmt wurde sie 3 bis 4 x jährlich mit den gängigen Wurmkuren.
Einmal im Frühjahr, dann vor der Koppelsaison, dann danach und anschließend wieder im Dezember gegen die Dasselfliegen.

Geimpft wurde sie seit jeher gegen Tollwut und Tetanus nach den Impfvorschriften.
Seit 2002 wird sie nicht mehr geimpft, da eine Impfreaktion nach der Tollwutimpfung auftrat.

Erst im Oktober 2006 wurde sie jetzt wieder gegen Tetanus geimpft.
Tollwut besteht lt. Veterinäramt seit über 10 Jahren bei uns nicht mehr.

Aisha hat im Gelände guten Vorwärtsdrang, im Reitplatz ist sie dagegen faul.
Charakterlich ist sie eine „starke Persönlichkeit“ die auch zeigt wenn ihr was nicht passt :shock: , ist menschenbezogen, hat gern „das Sagen“ und ist verschmust 8-)

Im August 2006 Stallwechsel aufgrund EMS Diagnose.
Angeblich sei sie stark Hufrehe gefährdet und darf nicht mehr 24 Stunden auf die Weide.
Da die Einschränkung des Weidegangs im ehemaligen Pensionsstall nicht möglich war/ist, steht sie seit August in einem 2-Pferde Offenstall mit einem Wallach zusammen.
Mittlerweile ist der damalige Wallach wieder ausgezogen und ich habe noch einen Quarter als Beisteller und noch eine Einstellerstute.
So sind sie zu dritt und ich habe den Eindruck dass es ihr ganz gut gefällt :)

Weidegang wurde reduziert, aber nicht ganz abgeschafft :oops:
Heu bekommt sie aus engmaschigen Heunetzen ca. 10 kg/Tag je nachdem ob sie auf die Weide darf oder nicht.
Stroh wird immer mal mit angeboten.
Bei Weidegang mit viel Gras hat sie einen Maulkorb an mit dem sie langsamer fressen kann.

Geritten wird sie nur mit Hufschuhen vorne und das auch eher unregelmäßig.

Seit Mitte Sommer 2006 scheuert sie sich auch vermehrt den Mähnenkamm.
Die Mähne ist an der Stelle schon ganz dünn, hat aber keine offenen Stellen.
Die Haut ist schuppig.

Hier nun die mehr oder weniger vollständige, chronologische Krankheitsgeschichte (ich hab leider nicht sehr regelmäßig Buch geführt):
Dezember 2001
Aisha hustet --> Behandlung mit Engystol u. Ecchinacea comp. Ampullen i. m.
Schleimlöser vom TA.
Dauer des „grippalen Infektes“ ca. 3 Wochen m. Leichtem Fieber
Sommer 2002
Impfreaktion nach Tollwutimpfung
- 40 ° Fieber
- Pilzbefall im Gesicht --> Behandlung mit Beta Isodonna Lösung
Sommer 2002 oder 2003 (weiß ich leider nicht mehr genau)
Allergische Reaktion während Koppelsaison:
Maul und Nüstern sind stark geschwollen, Speichel tropft nur so aus dem Mund. (Stiche/Bisse von Ameisen oder Bienen/Wespen??? :o )
Mehrmals pro Tag mit kalten Wasser gekühlt und ein Pulver vom TA mit Wasser angerührt und drauf geschmiert.
Als es etwas abgeheilt und abgeschwollen ist, sah man sehr viele kl. Einstiche (oder was auch immer das war....)
April 2004
Zähne gefeilt mit Sedierung
April 2004
Husten mit Fieber
- 39,6 ° bis 39,9°
25.04.04
40° Fieber mit Husten u. Schleimabsonderungen (gelb)
Behandlung m. Antibiotika und Immunstärkung (Baypamun?) u. Fiebersenkendes Mittel
Abends:
37,3 ° Temperatur
26.04.04
Temperatur zwischen 39,8° und 40,4°
Dauer der „Grippe“ ca. 14 Tage bis 3 Wochen.
Aisha hat am längsten von der ganzen Herde (die meisten Pferde vom Stall waren betroffen) zu kämpfen.
Juli 2004
Leicht erhöhte Temperatur --> 39°
Da ich nicht impfen will Tollwut-Titer Bestimmung
Ergebnis: Titer grösser 11,3
Lt. TA sollte der Titer z. B. lt. Ausreisebestimmungen min. 0,5 betragen (also ist er bei Aisha sehr hoch)
Kur mit Propolis Urtinktur zur Immunstärkung. Lt. Blutbild leichte Anämie.
Einmalige Gabe von China
Seit 2005
Auffällig verbreiterte weiße Linie – Hufpfleger sagt nichts und „unternimmt“ auch nichts dagegen :evil: .
Als ich ihn drauf ansprach meinte er nur lapidar das man das halt beobachten müsse....

29.04.2006
Osteopathische Behandlung
- 1 Halswirbel
- 1 Erbsenbein
- 1 Lendenwirbel eingerenkt
April 2006
Zähne gefeilt mit Sedierung
11.06.06
2 Tage in der TA Klinik in Grossostheim Test auf EMS
Röntgen beider Vorderhufe wegen der weißen Linie
Ergebnis Röntgen: kein pathologischer Befund jedoch findet eine Umformung des Hufes statt welche zur Rehe führen könnte.
Test auf EMS positiv, jedoch keine weiteren Kontrollen in regelmässigen Abständen nötig. ???
Priorität wäre das Abnehmen.
Kein Gras mehr, Heu waschen sei aber nicht nötig.
14.06.06
Leichter Husten --> Behandlung mit Ecchinacea comp. i. m.
15.06.06
Trockener Husten --> Engystol ad. us. vet. i. m.
16.06.06
Bindehautentzündung --> abends wieder besser
Mukokehl D5 Augentropfen
Juli 2007
Lahmheit nach Steintritt ca. 4 Tage
Behandlung zu Beginn mit Traumeel, anschließend durch Belladonna D12 ersetzt da leichte Pulsation (5 x 3 Globuli täglich)
Ausserdem 3 Tage lang Hepar sulfuris 5 Globuli 3 x täglich.
Juli 2007
Mehrere kleinere Wunden in den Fesselbeugen (Ansätze zu Mauke??)
Nach der Behandlung mit Propolis-Salbe gehen sie wieder weg.
Juli 2007
Abhusten 1 – 2 x nach oder während Bewegung (hat sie früher nie gemacht) :?
Seit 06.08.07
Bachblüten-Mischung wegen Stallwechsel und weil sie mir so teilnahmslos scheint und ihre Ruhe haben will:
Crab Apple
Honeysuckle
Walnut und
Star of Bethlehem
2 x 10 Tropfen täglich
05.10.07
Entwurmung mit Equiworm F.

Dezember 2007
Entwurmung mit Ivermectin plus Praziquantel gegen Dasselfliegen.

Hufe werden im 3-wöchigen Abstand gemacht, um die Wand Verbiegungen raus zu bekommen.
Verbesserung der weißen Linie ist zu sehen. Starke Fühligkeit nach wie vor vorhanden.

19.01.2008
Pferdezahnarzt - Zähne gemacht mit Sedierung.
02.02.08
Umstellung der Pferde (damals war noch der Wallach da) in einen Pensionsstall. Weiterhin Offenstallhaltung.

07./08.02.08
Ansteckung im neuen Stall mit Druse, die TÄ Behandlung dauerte bis 22.02.08.
Abstrich des Sekretes ergab Streptokokken Equi.
Über 40° Fieber, schlapp – später dann eitriger Nasenausfluss.

Keine offenen Lymphknoten. Auch ein paar Tage später sind keine Lymphknoten aufgebrochen, sie waren auch nicht sehr angeschwollen.

TA- „Standart“ Behandlung mit Antibiotika, Fiebersenker und Schleimlöser (zu Beginn Sputolysin, später Equimucin).
Hustentee verfüttert.
Frisst schlecht, hustet beim Fressen, sehr schlapp. :?

TA hat zu keiner Zeit beim abhören etwas feststellen können.
Sie war lt. TA immer frei auf den Atemwegen und der Lunge/Bronchien.

Sie ist seit Anfang/Mitte März 08 symptom und fieberfrei und macht(e) auch einen fitten Eindruck.
Ich habe sie dann wieder angefangen zu longieren und spazieren zu gehen.

Nach ca. 14 Tagen im Ansteckungsstall wieder Rück-Umstellung in den eigenen Stall vor Ort.

März 2008
Immer mal wieder husten beim spazieren gehen und longieren mit anschließendem häufigem abschnauben.
Sie bekommt ab ca. Mitte März noch mal 2 Flaschen Thymian Hustensirup, da sie immer wieder hustet.
Beim abhören werden keine Atemgeräusche festgestellt.

April 2008
Ich soll langsam wieder reiten anfangen.
Im Schritt hustet sie nicht mehr.
Gegen Ende April langsame Steigerung der reiterlichen Anforderung.
Jetzt hustet sie erst beim Traben bzw. Galoppieren.

Mai 2008
Nochmal Gabe von Equimucin (50 Beutel) - kommt aber kein Schleim raus.
Manchmal kommt etwas weißer, zäher Schleim nach dem reiten, aber nicht immer.

Weiterhin Husten im Trab/Galopp – im Schritt nichts.
Beim fressen oder rum stehen hustet sie nicht.
Auch nach Equimucin Gabe kommt kein Schleim/Rotz raus.
Nase läuft aber immer ein bisschen (klar wie Wasser).
Augen laufen auch immer ein bisschen (klar wie Wasser).

Juni/Juli 2008
TA kommt noch mal, hört ab.
Auf den Bronchien hört er minimal Atemgeräusche und lässt eine Dose Sputolysin da.
Wieder kommt nichts raus.
Nur manchmal nach dem reiten ein wenig.
Meist ist der Schleim dann weißlich, aber etwas zäh (nicht wässrig).
Nur einmal war er ganz leicht gelblich und zäh!
Diagnose des TA (durch Abhören): Heustauballergisch und hat nichts mit der Vorerkrankung zu tun.

Spritzenkur (i. m.) für’s Immunsystem mit folgenden Heel-Produkten täglich im Wechsel:
- Coenzyme comp. 5 x 2 ml
- Ubichinon comp. 5 x 2 ml
- Echinacea comp. ad. us. vet. 5 x 5 ml

Beim reiten ist sie nicht fit und lauffreudig.
Macht schnell schlapp, besonders im Trab oder Galopp (hört schnell von alleine auf).

Ende Juli 08
Bronchoskopie durch einen anderen TA.
Blutbild:
Zink leicht zu niedrig, Kupfer erhöht.
Hämoglobin leicht zu niedrig.

Ergebnis der Bronchoskopie:
- Bläschbildung auf dem Kehlkopf
- Leichte Schleimbildung, Luftröhre jedoch frei.

Ergebnis des Abstriches aus der Luftröhre:
- mässiger Gehalt an Streptococcus Equi (Druse).
- Geringer Gehalt an Panteoa agglomerans

Wegen Bläschen auf dem Kehlkopf Herpestiter Bestimmung durchführen lassen:
Ergebnis:
- EHV-1: <1:16
- EVH-4: 1:1024
Noch nie gegen Herpes geimpft.

Weitere Vorgehensweise:
Antibiotika-Kur gegen die Druse Bakterien:
- Jeden 2. Tag 25 ml Langzeitantibiotikum (5 x i.m.)

Nach ca. 4 Wochen erneute Bronchoskopie mit Abstrichkontrolle geplant.

September 08
Husten während dem reiten ist weg, 2. Bronchoskopie wurde nicht gemacht.
Herpestiter ist nach wie vor bei 1:1024; Zink zu niedrig, Kupfer im Rahmen.

Seit Ende September 08 folgende Behandlung nach Fr. Tina Ritter:
Test auf KPU - positiv

Sie bekommt seit September 08 nun Chlorella (anfangs hochdosiert), Koriander, Vitakomplex, Vitamin C und div. flüssigen B-Vitamine sowie das Salusmin MiFu und Müsli.
Das alles wird in Pre Alpin Aspere gemischt. Das Müsli ist nur etwas für den Geschmack ;).

Seit dem geht es langsam aber stetig bergauf :D :D :D .
Sie hustet nicht mehr, auch nicht in schnelleren Gangarten.
Ich fütterte ca. ein 3/4 Jahr das Heu bedampft. Mittlerweile verträgt sie es wieder trocken.
ACC-Kuren bekam sie zwischendurch immer wieder mal.
Entwurmt wird sie mit Verm-X und durch regelmäßige Kotproben kontrolliert.
Bisher ist sie wurmfrei (seit ca. 1 Jahr) und zum Glück haben wir auch keine Dasselfliegen.

Mähneschubbern ist deutlich weniger und auch sonst scheint sie agiler ;)
Allerdings baut sie immernoch sehr schlecht Kondition auf und ist schneller als die anderen Pferde schlapp. :oops:
Geritten wird sie nun wieder mehr, ca. 4-5 x pro Woche.
Im Sommer eher Gelände, im Winter auch Halle (auch longieren, Bodenarbeit).

Momentan hab ich die Dosierung (aus finanziellen Gründen :oops: ) etwas runtergefahren, die flüssigen B-Vitamine kriegt sie zur Zeit nicht mehr.
Sie ist weiterhin "stabil" und ich hoffe es bleibt so bzw. wird noch etwas besser (Kondition).

Ach, was ich im alten Forum noch gelesen habe....
Herpes/Borna im Zusammenhang mit schlechtem Gleichgewicht???

Aisha kann seit ca. 1 Jahr nicht mehr im Hänger stehen.
Kippt fast um, stellt alle 4 Beine in die Mitte des Hängers und lehnt sich stark an die Außenwand.
Das hatte sie früher nicht und ich vermeide es natürlich Hänger zu fahren.
Was aber wenn sie mal in HÄnger muss (Notfall o. ä.???) :? :o

So das war jetzt sehr viel, ich hoffe es liest trotzdem jemand ;) ;) :D

LG
Petra

Littlecriollo
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » Do Okt 15, 2009 12:19 pm

Hallo zusammen,

mal wieder ein update mit der Hoffnung Eure Meinung zu hören :P

Meine Herpes und KPU Stute macht jetzt schon ewig mit immer wiederkehrenden Augenentzündungen rum :!:
Mal mehr mit dickem Auge und stark gerötet, mal weniger mit "nur" Eiterbätzchen die sich vorne sammeln.
Tränen tun sie fast immer :!: :!:

Zu Beginn war es einseitig und auch in der Fliegenzeit. Ich hab Salbe und Tropfen rein.
Dann wurde es immer schnell besser, kam aber wieder wenn ich nicht mehr salbte oder Tropfen rein gab.
Dann wechselte das Auge.

Ich lass nun mittlerweile die Tropfen und Salbe weg, und gebe, wenn's entzündet ist, Euphrasia Globuli.
Zur Zeit sind die Augen oder eines davon nicht mehr dick und geschwollen, aber wie gesagt, tränen sie IMMER und diese Eiterbätzchen sammeln sich auch immer wieder mal an.

Meine THP meinte es sei eine Infektion durch die Fliegen, aber dann müsste es doch langsam weg gehen, oder nicht :?:

Was meint ihr?

LG
Petra

Chris
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Chris » Do Okt 15, 2009 1:21 pm

Hi Petra,
du weißt ja, dass ich im Moment vor den beiden großen Veranstaltungen, die ich am 23.+24.10. hier organisiere, total im Stress bin und mich hier zurückhalte notgedrungen.
ich habe mir aber gerade mal die Zeit genommen, das alles durchzulesen.
Nein, ich glaube auch nicht, dass es (nur) an den Fliegen liegt.
ich vermisse in der Aufstellung einen Borreliosetest, das schreit ja geradezu danach. Würde ich dir unbedingt raten, den recom blot.
Ich denke nämlich eher nach all den Erfahrungen, dass KPU eine Folge von Borreliose und Borna-Herpes ist.
Ist bei dem Stallkumpel von meinem nämlich auch, ich meine, der hat auch den KPU-Test total positiv, aber auch den Borna- und den Borreliosetest und bei dem werden jetzt die Erreger behandelt mit gutem Erfolg.
Und ein Tipp von mir: maile doch mal Vera an (medea) und tausche dich mit ihr wegen der langen Behandlung mit den ganzen Mikronährstoffen aus!
LG
Chris

Littlecriollo
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » Sa Okt 17, 2009 4:16 pm

Hi Chris,

ja ich weiß, dass du mitten in den Vorbereitungen zu der Infoveranstaltung steckst :)
Danke, dass du dir trotzdem die Zeit nimmst zu lesen und zu antworten.

Nein, ein Borreliosetest wurde noch nie gemacht.
Da muss ich mich erstmal einlesen, was da genau beachtet werden muss.... :!:

Danke für den Tipp mit medea. Werd ich machen!

LG
Petra

einhorn
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von einhorn » So Okt 18, 2009 11:03 am

Hey,
mit der Augenentzündung hätte ich einen Tipp.
Ich werde dafür bestimmt wieder gesteinigt. Es handelt sich NICHT um eine Bekämpfung der Ursache, aber kann manchmal Wunder wirken.
Als ich meinen holte, hatte er auch immer starke Entzündungen mit teilweise Eiter. Wie ich mal geschrieben habe, holte ich einen Bekannten meines Vaters, der TA in Russland war (wird hier ja ohne erneute Prüfung nicht anerkannt).
Wir habe die Entzündung mit keinem Mittel in den Griff bekommen. (natürlich mit unserem TA)
Es ist ca. 13 Jahre her.
Der russische TA hat uns damals Zucker ganz ganz fein gemahlen. Und wir haben das 3 Tage lang ins Auge gegeben.
Ich denke nun werden viele schimpfen. Natürlich muss man auf die Hornhaut achten.
Wie gesagt. Er hatte beginnenden "Hufkrebs" und auch diese Entzündung an den Augen. Links schlimm.
Nach 3 Tagen war es weg. In diesen 3 Tagen kam fädenweise der Dreck raus.
Mein TA meinte, Zucker wurde früher viel verwendet, auch bei Wunden die sich nicht schliessen wollen. Selbst bei uns in einem Krankenhaus habe ich das mal gesehen bei einer Frau mit einem offenen Bein.
Das sollte aber echt nur eine Idee sein, die nicht einfach zu machen ist.
Ich habe mit diesem Pferd so oft vor dem´aus gestanden, dass eben sehr alte Behandlungsmethoden eingesetzt wurden.
Vielleicht hast du ja Kontakt zu einem TA der die alten Methoden noch kennt.

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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » So Mär 21, 2010 10:46 am

Hallo zusammen,

nun mal wieder Neuigkeiten von mir :?
Ich habe bei meiner Stute ein BB machen lassen und nun (endlich) auch ein Borreliosetest gemacht.

Hab auf einen Westernblot bestanden, da mich die blutabnehmende THP erst zu einem normalen Antikörpertest überreden wollte.

Habe vorhin mit ihr telefoniert, das genaue BB bekomm ich morgen zugemailt.
Hier nun mal die Werte die wir am Telefon besprochen haben:

Die gute Nachricht:
Leber und Nierenwerte sind o.k. **puh** :D

LDH und CK sind (nur) leicht erhöht, da meinte die THP das könnte auch daran lieben, dass sie sich während dem Blut abnehmen angespannt hat.
(Das Blut ist sehr schlecht gelaufen und wir mussten 3 x stechen...)

Kalium ist auch (nur) leicht erhöht.
Hämoglobin ist leicht erniedrigt.

Der Borreliosetest (Westernblot) ist positiv. :cry:
Hatte ich (leider) auch erwartet, da ihr ja immer die Augen tränen.
Symptome am Bewegungsapparat beim reiten hat sie bisher nicht.
ABER - sie kann nicht im Hänger stehen und fällt darin hin.... (hat kein Gleichgewicht).
Ausserdem baut sie schlecht Kondition auf und ist schneller schlapp als andere Pferde.

Sie hat auch KPU, EMS und Herpes.

Die genauen Werte stelle ich hier rein, wenn ich sie habe....

Meine THP ist leider etwas "überfragt" und hat keinerlei erfahrung mit den o. g. Erkrankungen :(

Hat hier jemand einen Tipp was ich machen kann???

DANKE!!!!!!!!!

P.S. bezgl. KPU bekommt sie kontinuierlich Chlorella u. Koriander.
In etwas unregelmässigen Abständen das Vitakomplex und HBD-Agrar Mineralfutter....

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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » Mo Mär 22, 2010 7:04 am

Guten morgen,

hier also die Blutwerte, welche nicht im Referenzbereich liegen:
- Kalium 4,6 mmol/l --> Referenzwert: 2,8 - 4,5
- CK 163,1 U/l --> Referenzwert: < 130 (190)
- LDH 625,9 U/l --> Referenzwert: < 400
- Hämoglobin 107 g/l --> Referenzwert: 110 - 170
- Hämatokrit war zwar im Referenzbereich, aber an der unteren Grenze 0,30 l/l --> Refernzwert: 0,30 - 0,50

Immunoblot Borrelia burgdorferi:
VlsE (sh. unten) +
83/100 kDa (p83/100 +
58 kDa (p58) +
41 kDa (Flagellin) +
39 kDa (BmpA) +
31 kDa (OspA) negativ

30 kDa (p30) +
23 kDa (OspC) +
21 kDa (p21) +
17 kDa (Osp17) negativ


Anmerkung d. Labors:
Borrelien-Blot:
VlsE: vmp like sequenc expressed

Bei Auftreten von zwei oder mehr der folgenden Banden: Osp17, p21, OspC, p30, OspA, BmpA, p58, p100 und VlsE liegt ein positiver Befund vor.
Beim Auftreten nur einer dieser Banden empfiehlt sich bei entsprechender Klinik eine Kontrolluntersuchung im Abstand von 2-3 Wochen.
Die frühe Immunantwort gegen Borrelia borgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii u. Borrelia afzellii stellt eine positive VslE Bande dar.
100 kDa Banden sind im Spätstadium von Infektionen zu finden u. nach heutiger Kenntnislage spezifisch, d. h. sie gelten als diagnostisch auf Borrelien-Infektionen hinweisend.

LG
Littlecriollo

Chris
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Chris » Di Mär 23, 2010 1:32 pm

Hallo Petra,
das ist nicht gerade ein sehr aussagefähiges Protokoll, hast du keine IgGs oder IgMs? VsLE steht auch kein Wert, welches Labor hat den Test gemacht?
Er besagt nicht viel, außer dass das Pferd sich mit Borrelien auseinandergesetzt hat und die im Körper sind.
Dass der Test nicht viel hergibt, kann du hier mal nachlesen, das ist eine sehr gute Beschreibung der Sachlage mit all diesen Antikörpertests, meine Meinung inzwischen, kann man alle ziemlich vergessen:
http://www.rheuma-online.de/news/artike ... d-pse.html

Nach deinen Beschreibungen solltest du mal unbedingt auf Borna testen! Vieles spricht für eine derartige Infektion, Borrelien sind da meistens mit dabei als Co-Infektion.
Was du weiter oben schreibst zu EMS (wurde da auf Cushing untersucht?) und KPU (da hast du vermutlich diesen Urintest auf den Indikan-Wert gemacht beim Labor Sension?) und deine eingestellten Blutwerte spricht für einen ziemlich gestörten Stoffwechsel - und dass ist nicht so einfach mit Chlorella und Koriander in den Griff zu bekommen. Wenn du das schon so lange gibst, würde ich mal langsam damit aufhören.
Bezüglich KPU habe ich mich weiter gebildet inzwischen bei Fachleuten und die sagen dazu was anderes, und das habe ich bereits unter KPU eingestellt? Haste das gelesen, ich kopiere das hier mal verkürzt rein:
Jetzt habe ich mehr Kenntnisse darüber:
Der Indikanwert deutet nicht immer auf eine Stoffwechselkrankheit hin und wenn, dann zu 90% auf eine ererbte, die es nur sehr selten gibt - wir haben bei diesen hohen Werten häufig Darmdysbiosen (Pilzbefall,auch zerfallene Tumore), einen unvollständigen Abbau von Tryptophan, deshalb kombinierter Vit. B6 und Zinkmangel. Dies liegt meist an falscher Ernährung (zuviel Getreide, Luzerne,-wegen der Fuselalkohole)- stress, Viralen und bakteriellen Infektionen, sicher auch beim Pferd. Die besten Ergebnisse hier gibt es normalerweise, wenn man B6 und Zink hochdosiert zuführt (Magnesium, Mangan nicht vergessen).

Indikan – Aussagen über die Darmflora

Der Indikanwert im Urin erlaubt eine einfache und zuverlässige Beurteilung einer Bakterien-Fehlbesiedlung des Darmes (Dysbiose), des Eiweissabbaus oder eines lokalen Sauerstoffdefizits in Herden von fäulnisdurchsetztem Gewebe. Mit Hilfe des Indikan-Nachweises im Urin können bei erhöhter Ausscheidung Dysfunktionen der Darmflora diagnostiziert werden.
Das Vorkommen von Indikan weist immer auf einen unvollständigen Abbau der Aminosäure Tryptophan durch Mikroorganismen im Dünn- oder Dickdarm hin, Tryptophan wird dabei in Indol, Skatol und Tryptamin gespalten. Beim Vorliegen einer fäulniserregenden Darmflora oder bei besonders tryptophanreicher Ernährung entsteht soviel Indol, dass es nicht mehr nur ausgeschieden, sondern auch vermehrt rückresorbiert wird und über den Pfortaderkreislauf in die Leber gelangt. Eine weitere Quelle von zu hohen Indikanspiegeln ist vermehrter Tryptophanabbau durch Mikroorganismen im Darm aufgrund von erhöhten Blutphenylalaninwerten (Phenylketonurie). Bei dieser Abbaustörung der Aminosäure Phenylalanin steht mehr Tryptophan dem Stoffwechsel der Darmbakterien zur Verfügung, weil erhöhte Phenylalaninspiegel die Tryptophanresorption hemmen.
In der Leber wird Indol durch natürliche Entgiftungsprozesse oxidiert, mit Schwefelsäure oder Glukuronsäure verestert und im Urin als Indikan (Kaliumsalz der Indoxyl-Schwefelsäure) ausgeschieden. Auch wenn dieser Entgiftungsprozess ausfällt, kommt es im Serum und im Harn zu einem pathologischen Anstieg von Indoxyl, das nach seiner Umwandlung zu Indikan quantitativ und qualitativ nachgewiesen werden kann.
Indol entsteht vor allem als Tryptophanabbauprodukt bei chronischen Darmentzündungen (verursacht durch Proteus oder Clostridien), ferner bei Mykosen (durch Pilze verursachte Erkrankungen, z.B. Candida-Befall), Obstipation (Verstopfung), drohendem und komplettem Ileus (Darmverschluss), in hochgradig desoxybiotischem Gewebe und in zerfallenden Tumoren, in Zahn- und Mandelherden und bei perniziöser Anämie. Auch bei Nierenversagen (Urämie) und bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselstörungen (z.B. Phenylketonurie) kann vermehrt Indikan im Urin nachgewiesen werden.

Ein weiterer Hinweis auf gestörten Eiweiss-Stoffwechsel findet sich auch bei der sogenannten Pyrrolurie, einem kombinierten Vitamin B6- und Zinkmangel. Personen mit starker Indikan-Ausscheidung haben fast immer auch zu hohe Kryptopyrrol-Werte im Urin, weil bei ihnen auch die Vitamin B6-Resorption im Darm ungenügend ist. Das Umgekehrte ist jedoch selten der Fall. Schlechter Eiweissabbau verlangt also in sehr vielen Fällen nach zusätzlicher Vitamin B6-Einnahme, nebst einer vorausgehenden (!) Korrektur der ungenügenden Darmmilieuverhältnisse mittels sogenannter Probiotika (förderliche Bakterien mit gewissen Hilfsstoffen, z.B. Lactobacillen in Joghurts) oder evt. bestimmter Pflanzen-Tinkturen (Wermut, gelber Enzian, Bärlauch oder auch Kapuzinerkresse).

Warum aber haben nun die Pferde - und auch deren Besitzer - nun so oft einen unvollständiger Thryptophan Abbau? Das kann auch daran liegen, dass sie bornapositiv sind, da das Bornavirus eine Affinität zu den Salzen der Glutaminsäure hat und damit die Rezeptoren von Serotonin blockiert. Schliesslich ist Tryptophan die Vorstufe vom Seretonin.


Das passt alles viel mehr zu deinem Pferd. Nicht umsonst haben wir auf einmal so viele Pferde und deren Besitzer mit angeblichem HPU/KPU, weil wir hier die Bornasymptomatik haben!
Du brauchst unbedingt andere Behandler mit einer ganzheitlichen Behandlung und andere Diagnoseverfahren wie z.b. Bio-Photonen-Diagnose und -Therapie etc. Dein Pferd scheint ein wandelndes Bazillenmutterschiff zu sein und müßte grundlegend saniert werden von einem Fachmann.
Ich habe das Richtige für dich, du hörst von mir.


LG
Chris

Littlecriollo
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Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Littlecriollo » Mi Mär 24, 2010 6:41 am

Hi Chris,

erstmal vielen DAnk für deine Antwort :D .
Das Blutbild hat Vetscreen aus Bad Kissingen gemacht.
Beim Borreliosetest steht "Borrelia burgdorferi Immunoblot" und unten drunter die Banden wie oben beschrieben - mehr steht leider nicht dabei **seufz** :(.

Äh ja, auf Borna testen ist gut.... :cry: .
Was ich persönlich von den TÄ hier i. meiner Umgebung halte, darf ich garnicht öffentlich sagen :roll: und selbst die THP die das Blut für das Blutbild abgenommen hat, wollte erst den normalen Antikörpertest machen und ist "überhaupt der Meinung, dass es Borreliose beim Pferd so gut wie garnicht gibt...." :shock: .

Leider sind wir hier tiefstes Entwicklungsland was die Offenheit zu solchen Themen und sowieso zur Alternativmedizin betrifft...
Wenn ich nun ankomme u. sag ich will einen Bornatest ... :evil: :roll: :lol: :roll:

Auf Cushing wurde sie nicht getestet, nur auf EMS.

Ja, ich hab deine News zu KPU gelesen - und soweit verstanden....

Nur, wie ich nun weitermachen soll weiss ich trotzdem nicht...
Eine Besserung hat die Behandlung mit Chlorella, Koriander, B-Vitaminen ja schon gebracht - nur ist es trotzdem noch nicht "gut" wenn du weißt wie ich's meine!
Ich weiß einfach nicht an wen ich mich wenden kann oder soll - schließlich muss ich der Therapie ja auch vertrauen und ich hab ja auch schon viel Geld reingesteckt wo es einfach nichts brachte... (nicht unbedingt bei Aisha aber bei meinem erstem Pferd z. B....)
Meistens musste ich mich selber reinlesen und mir selbst meine Meinung bilden.
Aber DAS kennst du ja, gell ;)

"Bazillenmutterschiff" trifft es wohl ziemlich... :oops:

Ich schreib dir noch eine PM.

Vielen Dank nochmal!

LG
Littlecriollo

Miranda
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Registriert: Di Feb 08, 2011 9:59 am

Re: Tagebuch Aisha - Herpes, KPU und.....???

Beitrag von Miranda » Di Feb 08, 2011 10:00 am

Unglaublich zu lesen, was du da alles erlebt hast.



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http://www.freewarenetz.de/alltags-tagebuch.html

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