Studie über Amantadin-Behandlung Med. Hochschule Hannover

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Chris
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Studie über Amantadin-Behandlung Med. Hochschule Hannover

Beitrag von Chris » Sa Dez 12, 2009 4:52 pm

Es gibt schon 10 Jahre lang Erfahrung mit dieses Virus bei Depressionen und zwangserkrankungen und seiner Behandlung mit Amantadin an der Medizinischen Hochschule Hannover:
http://www.psychiatrie-aktuell.de/bgdis ... id=1527363
Der unten angeführte Bericht war mal öffentlich im Netz, wurde dann gelöscht bzw. ich habe sie nicht mehr gefunden. Andere Hinweise auf die Studie: http://www.kompetenznetz-depression.de/ ... presse.htm, Seite 7
Also hier der erste Zwischenbericht:

Zwischenbericht der Studie vom Mai 2005 der Med. Hochschule Hannover

Auszug: Bipolar depressiv erkrankte Patienten scheinen schneller als rezidivierend depressiv Erkrankte mit einer Besserung der Symptomatik zu reagieren und scheinen deutlich bessere Erfolgsaussichten zu haben als Patienten mit einer Dysthymia (Dietrich et al. 2000).

Amantadinsulfat hat sich als gegen humanes BDV antiviral wirksam erwiesen (Bode et al. 1997). An unserem Zentrum wurden noch weitere depressive Patienten mit dem Nachweis einer BDV-Infektion mit Amantadinsulfat im Rahmen offener (n = 25) Studien behandelt (Dietrich et al. 2000; Spannhuth et al. 2000). Bipolar depressiv erkrankte Patienten scheinen schneller als rezidivierend depressiv Erkrankte mit einer Besserung der Symptomatik zu reagieren und scheinen deutlich bessere Erfolgsaussichten zu haben als Patienten mit einer Dysthymia (Dietrich et al. 2000).

Bei den klinisch gebesserten Patienten war zudem deutlich häufiger eine Reduktion das Virusaktivität zu verzeichnen. In einer ergänzenden retrospektiven Analyse ließ sich zudem zeigen, dass BDV–infizierte Patienten mit einer „endogenen“ Depression (n = 9; 8 Responder) im Vergleich zu Patienten mit einer vorwiegend reaktiven oder „neurotischen“ Depression (n = 8; 2 Responder) deutlich besser von Amantadin profitierten (Lau 2004). Der Einfluss von BDV auf kognitive Funktionen wurde bei BDV-infizierten Patienten mit einer depressiven Symptomatik im Rahmen einer Zwangserkrankung mithilfe elektrophysiologischer Methoden untersucht. Aufmerksamkeitsfunktionen waren hier insbesondere bei denen BDV–infizierten Patienten verändert, die eine hohe BDV-Aktivität (BDV-spezifische zirkulierende Immunkomplexe) aufwiesen (Dietrich et al. 2005).

Massgeblich beteiligt an den vielen Studien in den letzten Jahren über das Bornaviru, seine: Auswirkung auf Stimmung und Gemütslage und das Erkennen dieser Krankheit sind die Bornaforscher Dr. Liv Bode und Prof. Hanns Ludwig sowie Dr. Detlef E. Dietrich von Med. Hochschule Hannover mit seiner Studie. Siehe hierzu: Das Ziel ist die Integrierung von Verhaltensneurologie und von biologischer Psychiatrie für ein besseres Verständnis drüber, wie sich unser Gehirn verhält mit dieser Krankheit:

Ab Seite 18 offene Studie: In der Berlin Studie [12], zeigten 63.3% (19/30) der Patienten eine bedeutende Abnahme an den deprimierenden Symptomen, gemessen durch mindestens eine 40% Verringerung der Punkte auf der Montgomery-Asberg Tiefstand-Schätzskala (MADRS). Es kam zu Verbesserung der deprimierenden Symptome, zu entsprechender Verringerung der Virentätigkeit und einen Virus-statischen Effekt. Keine bedeutenden schädlichen Wirkungen wurden beobachtet.

Publikationen mit Prof. Dietrich von der Med.Hochschule Hannover und den Bornaforschern Dr. Bode und Prof. Ludwig findet ihr auf
http://www.shg-bergstrasse.de/html/Borna/studien.html

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